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Radon Sanierung

Eine Radonsanierung reduziert die Radonbelastung in Haus, Keller und Wohnräumen. Erfahren Sie, welche Massnahmen gegen Radon wirksam sind und wann eine Sanierung sinnvoll wird.

Wird bei einer Radonmessung eine erhöhte Radonkonzentration festgestellt, lässt sich die Belastung in vielen Fällen mit einfachen baulichen oder lüftungstechnischen Massnahmen deutlich reduzieren.

Wie lässt sich die Radonbelastung senken?

Grundsätzlich gibt es zwei Ansätze, um die Radonkonzentration in einem Gebäude zu reduzieren:

Zur Abdichtung eines Gebäudes werden insbesondere Risse, Fugen und Durchführungen zum Erdreich überprüft und gegebenenfalls abgedichtet. Typische Eintrittsstellen sind:

Zusätzlich kann die Radonkonzentration durch gezielte Lüftungsmassnahmen gesenkt werden. Je nach Gebäude kommen dabei natürliche Lüftung, kontrollierte Wohnraumlüftungen oder spezielle Radonabsaugsysteme zum Einsatz.

Welche Sanierungsmassnahme am sinnvollsten ist, hängt von der Bauweise des Gebäudes und den gemessenen Radonwerten ab.

Wann ist eine Radonsanierung sinnvoll?

Eine Radonsanierung sollte geprüft werden, wenn erhöhte Radonwerte gemessen werden oder der schweizerische Referenzwert von 300 Bq/m³ überschritten wird.

Besonders betroffen sind häufig Keller- und Erdgeschossräume, da Radon aus dem Untergrund in das Gebäude eindringt. Je nach Luftströmung kann sich das Gas jedoch auch in höhere Stockwerke verteilen.

Radon bei Neubauten und Sanierungen

Bei Neubauten können geeignete Schutzmassnahmen bereits während der Planung berücksichtigt werden. Dies ist meist einfacher und kostengünstiger als eine nachträgliche Sanierung.

Auch bei grösseren Umbauten oder energetischen Sanierungen empfiehlt es sich, die Radonsituation zu überprüfen. Moderne, luftdichte Gebäudehüllen reduzieren zwar den Energieverbrauch, können jedoch gleichzeitig den natürlichen Luftaustausch verringern.

Deshalb sollte insbesondere nach grösseren Umbauten oder dem Austausch von Fenstern eine Radonmessung in Betracht gezogen werden.

Wer ist für die Radonproblematik verantwortlich?

Bund, Kantone und Gemeinden informieren zunehmend über die gesundheitlichen Risiken von Radon und fördern die Sensibilisierung von Eigentümern, Planern und Bauunternehmen.

Die Verantwortung für die Überprüfung und gegebenenfalls notwendige Massnahmen liegt grundsätzlich beim Eigentümer des Gebäudes.

Da die Radonbelastung von Gebäude zu Gebäude stark variieren kann, ist eine Radonmessung die Grundlage für jede fundierte Beurteilung und allfällige Sanierung.